Bürgerentscheid zum Schallplattenmuseum

Liebe Förderer und Freunde des Nortorfer Museums,

möglicherweise haben Sie der Presse entnommen, dass es einen
Bürgerentscheid geben wird, bei welchem die Nortorfer Bürgerinnen und Bürger
über die Sanierung des Kesselhauses als Schallplattenmuseum entscheiden
sollen. Dieser Bürgerentscheid muß bis Mitte Oktober druchgeführt werden. Ich
möchte die Gelegenheit nutzen, Sie darüber zu informieren und um Ihre
Unterstützung bitten.

Die Gegner der Sanierung wurden nicht müde zu behaupten, es wäre zu teuer
und Nortorf könne es sich nicht leisten. Nachstehend die Zahlen zu Ihrer
Information:
Kosten der Sanierung des Kesselhauses ca. 1.000.000 €
Förderung als Leuchtturmprojekt ca. 750.000 €
Kosten für den Nortorfer Steuerzahler ca. 250.000 €
Die Angaben der Kosten zur Sanierung beruhen auf einer aktuellen
Kostenschätzung eines Neumünsteraner Architekturbüros. Eine zweite uns
vorliegende Kostenschätzung bleibt ebenfalls in diesem Rahmen. Es gibt also
kaum einen Grund, diese Kosten anzuzweifeln – was die Gegner des Projektes
aber tun. Zusammen mit den Erwerbskosten des Kesselhauses liegen die
Gesamtkosten bei ca. 325.000 €, das sind ca. 2,3 % des Haushaltes für das
Jahr 2019. Sollte es wider Erwarten einen negativen Förderbescheid geben,
wird das Projekt so auch nicht durchgeführt. Das Risiko für den Steuerzahler ist
faktisch nicht vorhanden.

Die Folgekosten sind auch ein Argument der Gegner der Kesselhaussanierung.
Wir kalkulieren mit Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Museumsshop/Bistro,
Spenden etc. in Höhe von ca. 47.000 €. Dagegen stehen die Kosten
Diese entstehen durch den Betrieb und die Schaffung einer ½ Stelle eines
Geschäftsführers für den Museumsbetrieb (Voraussetzung für die Fördergelder
in Höhe von 750.000 €) in Höhe von ca. 70.000 €. Die Folgekosten bei 6.000
Besuchern pro Jahr betragen somit ca. 23.000 €, Nortorf hat 6.804 Einwohner
(Stand 31.12.2018), pro Einwohner somit 3,40 € jährlich.

Eine Besucherzahl von 6.000 pro Jahr halten wir für mehr als realistisch. Ab
10.000 Besuchern jährlich würde sogar ein Überschuss erwirtschaftet
werden.

Wir halten das ehemalige Kesselhaus der TELDEC mehr als geeignet für den
Betrieb eines Schallplattenmuseums. Es ist der historische Ort. Gebäude und
Raumaufteilung lassen keine Wünsche offen und auch die Lage im Ortskern ist
hervorragend. Das Gebäude lässt es zu, dort Veranstaltungen mit bis zu 200
Personen durchzuführen (Konzerte/Lesungen/Empfänge etc.). Ein Mehrwert
durch 6 – 10.000 Besucher ist zwar schwer zu errechnen, aber Gastronomie
und Geschäftswelt werden sicherlich eine positive Bilanz daraus ziehen.
Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung. Reden Sie mit Skeptikern und Zweiflern
und überzeugen Sie sie von der Wichtigkeit für die Geschichte von Nortorf als
Stadt der Schallplatte aber auch für eine positive Entwicklung der Nortorfer
Innenstadt. Dieses Museum
– DAS DEUTSCHE SCHALLPLATTENMUSEUM –
als weltweit einziges dieser Art wird dazu seinen Beitrag leisten!

Lutz Bertram
1. Vorsitzender Fördervein