Exponat des Monats

Der RSD3

war das nicht der Roboter aus „Star Wars“…?
…nein, der hieß R2-D2.
Wir sprechen hier über den Miniatur-Plattenspieler RSD3, den die amerikanische Firma Crosley
auf der diesjährigen Consumer Electronics Show in Las Vegas vorstellte
und dann zum Record-Store-Day am 13. April 2019 auf den deutschen Markt brachte.
Dieses kleine Ding (die Streichholzschachtel dokumentiert die Größe),
welches ausschließlich Schallplatten im raren 3-Inch-Format abspielt,
ist ausgestattet mit Riemenantrieb, Pitch-Control und einem Tonabnehmer von Audio-Technika (AT 3600 MM).
Beim Design stand offensichtlich der „Technics SL-1200“ Pate.
Der RSD3 hat weniger den Anspruch der highfidelen Musikwiedergabe,
er ist eher als kleine technische Spielerei gedacht, etwas für jemanden, der schon alles hat,
oder eben neudeutsch als „Gadget“.
In den frühen 2000er Jahren wurden Platten mit rund 7 cm Durchmesser für kurze Zeit in Japan produziert,
es entstand ein Markt für Sammler. Fans zahlen für diese Platten Höchstpreise,
bei Discogs werden sie zwischen 40 und 80 Euro gehandelt, an anderen Stellen im Internet sind sie deutlich teurer.
Die anfangs noch im Lieferumfang enthaltene Platte „Big Me“ der Foo Fighters hat somit das Zeug,
in einigen Jahren zum teuren und begehrten Sammlerobjekt zu werden.

Lassen Sie sich mitnehmen auf eine Reise durch die Pionierzeit der Tonaufzeichnung.
Nicht nur Schellack, Vinyl und Plattenspieler finden Sie in unserem Museum,
auch Tonbandgeräte, Digital-Audio-Tape (DAT), CD- und MiniDisc-Recorder,
Tefifon, TED-Bildplatte, Laserdisc und vieles andere mehr.
Das meiste können wir Ihnen zur Zeit in unserem Museum im Jungfernstieg aus Platzgründen nicht zeigen.
Aber freuen Sie sich auf unseren Umzug ins Kesselhaus.
Sie werden staunen, was wir dann alles für Sie in der Ausstellung haben werden…